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Marktrecherche,
Namen, Worte, Geheimnisse 
Es
kann sein, dass einige Leute nicht sehr begeistert sind, weil wir hier
aus dem Nähkästchen plaudern. Die hier erwähnten Links bieten absolute
Insiderinformationen, die nicht so gern preisgegeben werden. Aber sei
es drum. Wir sind der Meinung, dass Informationen jedem kostenlos
zugänglich gemacht werden müssen, um einer Zweiklassengesellschaft
entgegen zu wirken.
Nehmen wir mal an, Sie suchen Informationen über das
Kaufverhalten einer bestimmten Kundengruppe. Dann macht es unter
anderem Sinn, deren Surf-Verhalten zu untersuchen. Der einfachste Weg
hierfür ist der über die Suchmaschinen. Viele Suchmaschinen bieten
Dienste an, mit denen Sie bereits erzielte Suchergebnisse statistisch
festhalten und Besuchern kostenlos zur Verfügung stellen. Diese Dienste
sind schwer zu finden. Ich wunderte mich immer, warum Google nicht mehr
Werbung für seine Zeitgeist-Funktion macht. Hier hält Google die
Ergebnisse der letzten Zeit fest und stellt sie zur Verfügung. Man
erfährt dort zum Beispiel, dass im August 2002 bei den beliebtesten
Reisezielen Australien am häufigsten und der Gardasee am
vierthäufigsten gesucht wurde, während im Oktober 2002 die beliebtesten
Geschäfte Aldi an erster, und Tschibo an zweiter Stelle im Google
waren. Schauen Sie auch mal das Verhalten der Deutschen bezüglich der
Ereignisse wie Wahlen oder der Hochwasserkatastrophe an. Im letzteren
taucht der Suchbegriff: "Webcam Dresden" gleich hinter dem Begriff:
"Flutkatastrophe" auf. Am besten Sie stöbern selbst ein wenig unter: Google.de/
um zu sehen, was in den Köpfen der Surfer so vor sich geht.
Bei einer Marktrecherche ist es wichtig, auch die Begriffe zu
berücksichtigen, die aktuell gesucht werden. Fireball.de bietet hier
die Möglichkeit, durch das Schlüsselloch zu schauen. Sehen Sie selbst,
was die User so suchen: Fireball
und auch finden.
Die so ermittelten Begriffe werden analysiert und diese Egebnisse können
beim Erstellen von Verkaufs- und Marktstrategien berücksichtigt werden.
Und das ist wirklich nur die Spitze des Eisbergs, was Marktforschung
im Internet angeht.
Wollten Sie immer schon mal wissen, wie viele
Suchdienste Sie schon in ihre Datenbank aufgenommen haben? Dann tippen
Sie doch mal Ihre Domain unter: Marketleap
ein und sehen Sie, wie populär Ihre Seite ist. (Achtung: Accesscode
eintippen nicht vergessen. Das sind die drei Buchstaben die Sie sehen,
zusätzlich zu der Domain)
Oder wollen Sie es noch globaler?
Hier: Overture.com
finden Sie die Häufigkeit der Suchbegriffe für einen bestimmten Monat. Der
Begriff "finance" wurde im September 2002 genau 218242-mal gesucht,
während der Begriff "Money" mit 232155-mal etwas öfter gesucht
wurde. Oder wussten Sie, dass der Begriff "Sex" global gesehen mit
seinen 3,2 Millionen Gesuchen im September 2002 nicht die Nummer eins ist? Raten Sie mal, welcher
Suchbegriff noch öfter eingetippt wird: Der Begriff "Game" mit
seinen 5,3 Millionen Gesuchen steht an erster Stelle. Sind Sie beruhigt,
dass die Menschheit doch etwas unschuldiger ist als angenommen? Der größte
Umsatz im Internet wird zwar mit Erotik-Angeboten erzielt, aber seitens
der User ist eine größere Nachfrage nach Spielen vorhanden als nach erotischen Angeboten im Netz.
Um diese Ergebnisse vorteilhaft für sich einzusetzen, gibt es verschiedene
Methoden. Die wohl bekannteste ist die Sache mit der Domain. Sie versuchen
einen Domainnamen zu registrieren, um eine entsprechende Nachfrage der
User zu befriedigen. Und damit bekommen Sie Besucher. Sehen Sie sich zum Beispiel
unseren Namen an. Kostenweb.de Aus marketingtechnischen Gesichtspunkten
ist dieser Name nicht unbedingt gut. Der Begriff "Kosten"
ist ein Negativbegriff, während "Preis" etwas neutraler und dadurch weniger
abschreckend ist. Nicht aber im Internet. Hier wird der Begriff: "Kosten"
um etwa 25 Prozent öfter gesucht als die Begriffe: "Preis, Preise," usw.
Eine andere Methode sind die Suchmaschinenoptimierungen. Die wohl gängigste
Suchmaschine mit Zukunft ist Google. Sie verkauft ihre Suchroutinen auch
anderen Suchdiensten und so werden wir in Zukunft immer mehr auf die Suchmethoden
dieser genialen Suchmaschine achten müssen. Wie funktioniert sie? Das
weiß niemand so genau, und es ist auch ein sehr gut gehütetes Geheimnis.
So viel jedoch sei gesagt: Google sucht nach Inhalten der Webseiten und
vernachlässigt die Metatags (das sind Informationen, die speziel für die
Suchmaschinen im Script ihrer Webseite hinterlegt werden). Ein Tipp ist,
dass Sie möglichst viele gesuchte Begriffe in möglichst vielen Unterseiten
Ihrer Webpräsenz in den Inhalt einbetten. Und zwar ohne zu schummeln.
Gerüchte besagen, dass Wiederholungen und andere Versuche, die Suchroutinen
zu überlisten, nicht nur scheitern, sondern sogar dazu führen, dass
Ihre Seiten aus der Suchmaschinen-Datenbank rausfliegt. Sollten Sie also
wissen, dass der Begriff "Spiel" oft gesucht wird, könnten Sie einige Texte
auf Ihrer Seite integrieren, die in normalen Sätzen das Wort "Spiel"
wiederholt benutzen.
In Zukunft werden solche Sachen immer weniger dem Zufall überlassen.
Es gibt in den Vereinigten Staaten bereits viele Anbieter, die sich nur
auf Dienstleistungen in diesem Bereich spezialisiert haben. Wir vermuten,
dass dies auch in Deutschland bald passieren wird.
Mögen Sie gefunden werden! Lesen Sie hierzu auch unseren
Artikel über Domains.
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