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Die richtige Domain, wie man sie bekommt  Druckversion



"Hätte ich nur damals diese Domain reserviert..." Solch wehmütige Gedanken befallen einen schon mal, wenn man hört, dass irgendeine Domain für einen 6-stelligen Betrag verkauft wurde. Das Domaingeschäft im Internet beflügelte schon oft die Phantasie. Was steckt dahinter? Welche Domain ist wertvoll, welche nicht? Gibt es heute noch Möglichkeiten, wertvolle Domains zu ergattern? Und was bringt eine gute Domain einem Unternehmen überhaupt?

Gefragt sind vor allem Domains, die auch für die Webseite, die sich darauf befindet, einen echten Mehrwert bringen. Hier sind es die konkreten Besucherzahlen und ein wenig auch die Qualität des Namens: Eine Domain sollte das Produkt möglichst einfach und genau beschreiben. Das ist aber nur der Anfang. Neulinge in diesem Geschäft denken, dass hier schon das Geld zu machen ist. Solche Domains sind jedoch in den seltensten Fällen etwas wert, wenn sie nicht mindestens einen der folgenden Bedingungen erfüllen. Die Sprache spielt eine ausschlaggebende Rolle. Eine Domain, die einen englischen Begriff mit der Endung .de kombiniert enthält, ist grundsätzlich weniger wert. Es gilt der Grundsaatz: Deutsche Sprache für .de Domains, Englische für .com Domains. Das hat einen plausiblen Grund: Die sogenannten "Type-ins" sind extrem an dieses Kriterium gebunden. Als "Type-ins" (zu deutsch "Eintipper") bezeichnet man die Begriffe, die Besucher bei ihrer Suche im Netz versuchsweise in der Browserleiste eingeben. Also: Jemand, der ein Reiseangebot im Internet sucht, wird schon mal mit: "Reise.de" sein Glück versuchen. An diesem Beispiel erkennt man auch, wie wichtig es ist, dass der Name einer Domain zum angebotenen Produkt, zur Dienstleistung oder zu dem Unternehmen passt, das dahinter steht. Der User tippt nicht "Travel.de" sondern "Reise.de" ein. Ein international suchender User tippt dagegen "Travel.com" ein. Einzelne Wörter sind mehr wert als zusammengesetzte Wörter oder gar Wortschöpfungen. Auch hier gilt das Prinzip der Nachfrage der User durch Type-ins. Eine Domain wie Sex.com hat mehrere Tausend Type-ins PRO TAG. Das sind Tausende von Kunden, die nur die Domain bringt. Ohne einen Suchmaschineneintrag, ohne Werbung und ohne jegliche Arbeit wohl gemerkt.

"Wie aber kommt man heutzutage zu einer solchen Domain? Es ist ja alles schon vergeben." werden jetzt viele sagen. Das ist leider wahr. Halten Sie sich zurück bei einem Domainkauf. Die wirklich guten Domains werden selten verkauft. Die meisten Domainnamen, die zum Kauf angeboten werden, taugen nichts. Auf den ersten Blick sehen sie zwar gut aus, aber ich möchte Ihnen hier ein paar Tipps geben, wie Sie ganz ohne etwas auszugeben zu einem guten Domainnamen kommen.

Um einen guten Namen zu finden, müssen Sie zuerst eine Namensrecherche machen. Das heißt, Sie müssen versuchen, herauszufinden, welche Namen bei Ihren potenziellen Besuchern gefragt sind. Das ist nicht ganz einfach. Es gibt aber Werkzeuge für eine solche Marktrecherche. Lesen Sie hierzu den Artikel über die Marktrecherche.

Die Ergebnisse, die Sie dabei erhalten, benutzen Sie am besten so: Sie versuchen vor allem die Begriffe als Domain zu reservieren, die am häufigsten gesucht werden. Natürlich sind diese in neunundneunzig Prozent der Fälle schon vergeben. Es gibt aber die Möglichkeit, Wordkombinationen zu suchen, die noch frei sind. Hier bietet Domaincrawler.de einen sehr guten Dienst. Sie geben einen Begriff ein, zum Beispiel: "Software". Der Domaincrawler kombiniert viele Wörter miteinander, die er auch gleich nach Verfügbarkeit abfragt.

Für die ganz heißen Domainjäger unter Ihnen gibt es die Möglichkeit, Domains zu suchen, die einst jemanden gehörten, inzwischen aber aus verschiedensten Gründen wieder frei geworden sind. Eine Liste der aktuell frei gewordenen Domains finden Sie unter: Deleteddomains.com Dort können Sie allerdings nur die Domains für .com .net und .org abfragen. In Deutschland gibt es noch keine zuverlässigen Dienste dieser Art. Eine tagesaktuelle Liste der gelöschten Domains finden Sie auch unter: Bizmint.com (Achtung! Sie brauchen sich dort nicht registrieren, Die Beispielliste reicht völlig aus. Wir hatten uns probeweise registriert und dabei festgestellt, dass die Beispielliste genügt, wenn Sie nicht mit Domains handeln wollen)

Von einem Domainhandel können wir hier nur abraten. Erstens spielt er sich in einer gesetzlichen Grauzone ab, das heißt, es gibt diverse Vorgaben, die der Gesetzgeber speziell hier in Deutschland hat. So ist es zum Beispiel nicht erlaubt, Domains aus reinen Profitgründen (oder: "ohne berechtigtes Interesse", wie der Gesetzgeber es ausdrückt) zu reservieren. Außerdem verdienen Sie damit sowieso kein Geld. Die wirklich wertvollen Domains, wie etwa die begehrten Zwei-Buchstaben-Domains kriegen sie niemals ab. Es gibt nämlich jede Menge Domainjäger, die seit mehreren Jahren im Geschäft sind und den ganzen Tag nichts anderes tun, als auf Domains zu spekulieren, die sie in Sekundenbruchteilen reservieren, bevor diese Domains in irgendeiner öffentlichen Liste auch nur auftauchen. In den USA gibt es sehr viele solcher Seiten wie oben erwähnt. Professionelle Domainhändler benutzen auch Software, die jene Domaindatenbanken ständig überwachen und interessante Löschungen sofort melden usw.
  

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